Praxis Klassische Homöopathie und Naturheilkunde

  Jessica Hund,   Heilpraktikerin

EMDR Traumatherapie

Traumatische Erlebnisse können von unserem Gehirn nicht adäquat verarbeitet werden. Die Erinnerungen daran liegen - manchmal sogar unbewusst - in einer Art eingefrorenem Zustand vor und können jederzeit durch bestimmte Auslöser reaktiviert werden. Man spricht dann von so genannten "Flashbacks". Dies ist für die Betroffenen sehr belastend.

 

EMDR ist eine psychotherapeutische Methode zur Desensibilisierung und Neubearbeitung traumatischer Gedächtnisinhalte.

 

Durch die Stimulation beider Gehirnhälften z.B. mittels Augenbewegungen oder taktiler Reize kann eine Verarbeitung belastender Erlebnisse angeregt werden.

Unverarbeitete traumatische Gedächtnisinhalte können so in ein funktionierendes Gedächtnisnetzwerk integriert werden.

Dies kann der Patient schon während der Sitzung durch eine deutliche Entlastung auf emotionaler und körperlicher Ebene spüren.

In der Folge werden ihm dadurch eine Neubewertung der Situation und die Erschließung innerer Ressourcen ermöglicht.


Anwendungsgebiete:


  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  1. Angst- und Panikstörungen
  2. Auswirkungen belastender Lebensereignisse
  3. Phobien (z.B. Zahnarztphobie, Flugangst, Tierphobie)
  4. Prüfungsangst und Lernblockaden
  5. Folgen von Mobbing
  6. psychosomatische Beschwerden
  7. Schlafstörungen
  8. Burnout
  9. Selbstwertproblematik


Wie läuft eine Behandlung mit EMDR ab?


Am Anfang steht ein Vorgespräch in einem einfühlsamen, geschützten Rahmen. Danach werden je nach Bedarf verschiedene Stabilisierungstechniken eingeübt.

Wenn der Patient soweit ist, nähert er sich gemeinsam mit dem Therapeuten behutsam dem traumatischen Inhalt. In der Rolle eines Beobachters wird er vom Therapeuten einfühlsam durch die aufkommenden inneren Bilder und Erlebnisinhalte begleitet, bis sich mehr und mehr eine gefühlsmäßige Entlastung einstellt.

Während dieses Verarbeitungsprozesses werden durch den Therapeuten mehrere Sequenzen mit Augenbewegungen oder taktilen Reizen durchgeführt, die die adäquate Verarbeitung und Vernetzung der Gedächtnisinhalte anregen.

Innere Ressourcen können aktiviert werden und eine neue Perspektive auf das Erlebte wird möglich.

 

Bei leichteren Traumata kann es oft schon nach nur wenigen Sitzungen zu einer deutlichen Entlastung kommen.


Aus Steinen am Weg lassen sich Brücken in die Zukunft bauen